Infolge des kino.to-Verfahrens: Illegales Portal "Drei.to" vom Netz - Filehosterportal "drei.to" listete zuletzt weit mehr als 57.000 Titel der Unterhaltungssoftware-Wirtschaft
Gemeinsame Pressemitteilung der GVU und SAFE vom 21. Juni 2011.
Berlin, Zürich, 22. Juni 2011. Die Durchsuchungsaktion gegen die Köpfe des Systems "kino.to" schlägt Wellen: Seit gestern ist auch die Portalseite "Drei.to" offline. Wie einer Stellungnahme des Betreibers zu entnehmen ist, habe er die Seite aus Angst vor einer strafrechtlichen Verfolgung vom Netz genommen und werde sich aus der Szene zurückziehen. Er begründet den Schritt mit der Verhaftung der kino.to-Verantwortlichen. Das Portal "Drei.to" ermöglichte zuletzt illegalen Zugriff auf weit mehr als 57.000 Titel der Unterhaltungssoftware-Wirtschaft für PC und verschiedene Konsolen. Dazu zählten allein 337 Titel für die Playstation 3 und mehr als 2.000 Dateien mit Spielen für die Nintendo DS, wobei eine Datei als so genanntes "Bundle" aus mehreren hundert Einzeltiteln bestehen konnte. Daneben verlinkte die Seite auch zu Film- und Musik-Raubkopien sowie zu pornografischen Inhalten.
Bereits 2004 unter dem Namen 3dl.am gegründet, war das deutschsprachige Raubkopien-Portal früher in der Schweiz gehostet. Anfang August 2008 nahm die schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (SAFE) das illegale Angebot ins Visier, analysierte Struktur sowie Angebot und stellte Ende desselben Monats ihren ersten Strafantrag gegen den damals noch unbekannten Betreiber. Da dieser nicht ermittelt werden konnte, wurde das Verfahren im Mai 2010 eingestellt.
Gemeinsam mit der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) konnte die SAFE jedoch neue Erkenntnisse gewinnen. Danach enthielt diese Portalseite Ende Mai knapp 1,5 Millionen Downloadlinks zu urheberrechtlich geschützten Games, Filmen und Musikdateien. Die Seite stand im Alexa-Ranking auf Platz 388 der am meisten in Deutschland besuchten Internetseiten und erzielte über das Einbinden von Werbebannern sowie durch Vermittlungsprovisionen von Filehostern erhebliche Einnahmen. Diese Erkenntnisse flossen in eine erneute Strafanzeige der SAFE von Juni 2010 ein.
Nachfolgende Ermittlungen führten dann zu einem früheren Betreiber des illegalen Portals, gegen den am 19. April 2011 ein Strafbefehl über 90 Tagessätze wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen und Verletzungen des Markenrechts erging. Dieser Mann hat das illegale Portal nach eigenen Angaben von Dezember 2007 bis Juli 2009 betrieben. Gegenüber den Behörden sagte er weiterhin aus, dass er während dieser Zeit zwischenzeitlich mehr als 40.000 Schweizer Franken pro Monat mit der Portalseite erwirtschaftet habe. Dann sei diese jedoch nicht mehr rentabel gewesen, weshalb er die Seite im Juli 2009 für 85.000 Euro weiterverkauft habe. Im Oktober 2010 war die Seite von 3dl.am zu drei.to umbenannt worden. Der aktuelle Portaleigner übernahm das "Projekt", wie er es nennt, nach eigenen Angaben erst vor zwei Monaten.
Bereits 2004 unter dem Namen 3dl.am gegründet, war das deutschsprachige Raubkopien-Portal früher in der Schweiz gehostet. Anfang August 2008 nahm die schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (SAFE) das illegale Angebot ins Visier, analysierte Struktur sowie Angebot und stellte Ende desselben Monats ihren ersten Strafantrag gegen den damals noch unbekannten Betreiber. Da dieser nicht ermittelt werden konnte, wurde das Verfahren im Mai 2010 eingestellt.
Gemeinsam mit der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) konnte die SAFE jedoch neue Erkenntnisse gewinnen. Danach enthielt diese Portalseite Ende Mai knapp 1,5 Millionen Downloadlinks zu urheberrechtlich geschützten Games, Filmen und Musikdateien. Die Seite stand im Alexa-Ranking auf Platz 388 der am meisten in Deutschland besuchten Internetseiten und erzielte über das Einbinden von Werbebannern sowie durch Vermittlungsprovisionen von Filehostern erhebliche Einnahmen. Diese Erkenntnisse flossen in eine erneute Strafanzeige der SAFE von Juni 2010 ein.
Nachfolgende Ermittlungen führten dann zu einem früheren Betreiber des illegalen Portals, gegen den am 19. April 2011 ein Strafbefehl über 90 Tagessätze wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen und Verletzungen des Markenrechts erging. Dieser Mann hat das illegale Portal nach eigenen Angaben von Dezember 2007 bis Juli 2009 betrieben. Gegenüber den Behörden sagte er weiterhin aus, dass er während dieser Zeit zwischenzeitlich mehr als 40.000 Schweizer Franken pro Monat mit der Portalseite erwirtschaftet habe. Dann sei diese jedoch nicht mehr rentabel gewesen, weshalb er die Seite im Juli 2009 für 85.000 Euro weiterverkauft habe. Im Oktober 2010 war die Seite von 3dl.am zu drei.to umbenannt worden. Der aktuelle Portaleigner übernahm das "Projekt", wie er es nennt, nach eigenen Angaben erst vor zwei Monaten.
