Bevorzugte Technologien für illegale Nutzung von Filmen und TV-Serien: vor allem Streaming, häufig Sharehoster, BitTorrent im Vergleich wenig
Pressemitteilung der GVU von 30. August 2011
Berlin, 30. August 2011. Bei der illegalen Nutzung von Filmen und TV-Serien im Internet hat eine klare Verschiebung der bevorzugten Technologien stattgefunden: Auf illegale Streaming-Angebote greifen die meisten Internetnutzer besonders häufig zu. Sharehoster sind die meist genutzten Quellen für unerlaubte Downloads. Über BitTorrent-Netzwerke bezogen 2010 weniger Personen illegal Filme und TV-Serien, als legal über kostenpflichtige Download-Plattformen, wie beispielsweise Maxdome oder Videoload. Dies geht aus der neuen Studie "Digitale Content-Nutzung" hervor.
Höchste Nutzerzahlen für Filme und TV-Serien bei kostenlosen Streaming-Angeboten
Sowohl für Kinofilme als auch für TV-Serien nutzten die Meisten in Deutschland kostenlose legale Videostreaming-Seiten, wie z.B. Myvideo. Insgesamt 1,3 Millionen Menschen konsumierten dort in 2010 Filme. TV-Serien sahen sich sogar 2,1 Millionen Internetnutzer auf solchen Seiten an. Auf Platz 2 der beliebtesten Online-Angebote folgten im Kinofilmbereich illegale Streaming-Portale wie kino.to mit ebenfalls 1,3 Millionen Nutzern. Platz 2 für TV-Serien nahm mit 2,0 Millionen Interessenten das legale Angebot von Mediatheken ein, die auf den Webseiten der TV-Sender zu finden sind, auf Platz 3 folgten bei diesen Inhalten illegale Streaming-Portalen mit 1 Million Onlinern.
Die legalen kostenpflichtigen Download-Plattformen lagen in 2010 auf Platz 4 der Nutzerzahlen bei Filmen (1 Mio. Menschen) und bei TV-Serien (0,8 Mio Menschen). BitTorrent-Netzwerke kamen für illegale Filmkopien nach Ergebnissen der DCN-Studie auf 0,4 Millionen Nutzer und damit auf Platz 6 und bei TV-Serien mit 0,3 Millionen Nutzern auf Platz 9.
Illegale Internetangebote bei Kinofilmen am häufigsten genutzt
Auf die Frage, welche der Internetquellen am häufigsten genutzt wurde, entfielen im Kinofilmbereich je 19 Prozent der Antworten auf illegale Streaming-Portale sowie Downloads von Sharehostern (insgesamt 1,2 Mio. Nutzer). 17 Prozent der Befragten gaben an, kostenpflichtige legale Download-Plattformen zu bevorzugen, bei legalen Streaming-Seiten, wie etwa Myvideo, waren es 13 Prozent.
Unter allen Internetangeboten für TV-Serien dienen Online-Mediatheken der TV-Sender den meisten Nutzern (26% von 2 Millionen) als Anlaufpunkt Nummer 1. Beliebteste illegale Quellen waren in 2010 auch für TV-Serien-Inhalte solche illegale Streaming-Portale, wie kino.to & Co. (10%), gefolgt von Sharehostern (8%).
Politik muss Provider in die Verantwortung nehmen
Dazu Dr. Matthias Leonardy, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU): "Urheberrechtsverletzungen unter Nutzung der Sharehoster- und Streaming-Technologien sind eindeutig die aktuellen Herausforderungen beim Urheberrechtsschutz im Internet." Dabei zeige das aktuelle Kino.to-Verfahren, wie eng Share- und Streamhoster mit einschlägigen Portalen verbandelt sein können. Ein erfolgreiches strafrechtliches Vorgehen gegen solche illegalen Systeme setze aber voraus, dass kriminellen Anbietern der Schutz der Anonymität, den das Internet bietet, entzogen werde. Dies sei oftmals nur durch Aussagen von Informanten aus der Szene möglich. "Aber dort, wo auch den Behörden eine Aufklärung nicht gelingt, ist die Politik gefragt, als ultima ratio den Internet Service Providern den klaren Auftrag zu erteilen, die Anonymität von Rechtsverletzern aufzuheben und anonym betriebene illegale Seiten unerreichbar zu machen."
Höchste Nutzerzahlen für Filme und TV-Serien bei kostenlosen Streaming-Angeboten
Sowohl für Kinofilme als auch für TV-Serien nutzten die Meisten in Deutschland kostenlose legale Videostreaming-Seiten, wie z.B. Myvideo. Insgesamt 1,3 Millionen Menschen konsumierten dort in 2010 Filme. TV-Serien sahen sich sogar 2,1 Millionen Internetnutzer auf solchen Seiten an. Auf Platz 2 der beliebtesten Online-Angebote folgten im Kinofilmbereich illegale Streaming-Portale wie kino.to mit ebenfalls 1,3 Millionen Nutzern. Platz 2 für TV-Serien nahm mit 2,0 Millionen Interessenten das legale Angebot von Mediatheken ein, die auf den Webseiten der TV-Sender zu finden sind, auf Platz 3 folgten bei diesen Inhalten illegale Streaming-Portalen mit 1 Million Onlinern.
Die legalen kostenpflichtigen Download-Plattformen lagen in 2010 auf Platz 4 der Nutzerzahlen bei Filmen (1 Mio. Menschen) und bei TV-Serien (0,8 Mio Menschen). BitTorrent-Netzwerke kamen für illegale Filmkopien nach Ergebnissen der DCN-Studie auf 0,4 Millionen Nutzer und damit auf Platz 6 und bei TV-Serien mit 0,3 Millionen Nutzern auf Platz 9.
Illegale Internetangebote bei Kinofilmen am häufigsten genutzt
Auf die Frage, welche der Internetquellen am häufigsten genutzt wurde, entfielen im Kinofilmbereich je 19 Prozent der Antworten auf illegale Streaming-Portale sowie Downloads von Sharehostern (insgesamt 1,2 Mio. Nutzer). 17 Prozent der Befragten gaben an, kostenpflichtige legale Download-Plattformen zu bevorzugen, bei legalen Streaming-Seiten, wie etwa Myvideo, waren es 13 Prozent.
Unter allen Internetangeboten für TV-Serien dienen Online-Mediatheken der TV-Sender den meisten Nutzern (26% von 2 Millionen) als Anlaufpunkt Nummer 1. Beliebteste illegale Quellen waren in 2010 auch für TV-Serien-Inhalte solche illegale Streaming-Portale, wie kino.to & Co. (10%), gefolgt von Sharehostern (8%).
Politik muss Provider in die Verantwortung nehmen
Dazu Dr. Matthias Leonardy, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU): "Urheberrechtsverletzungen unter Nutzung der Sharehoster- und Streaming-Technologien sind eindeutig die aktuellen Herausforderungen beim Urheberrechtsschutz im Internet." Dabei zeige das aktuelle Kino.to-Verfahren, wie eng Share- und Streamhoster mit einschlägigen Portalen verbandelt sein können. Ein erfolgreiches strafrechtliches Vorgehen gegen solche illegalen Systeme setze aber voraus, dass kriminellen Anbietern der Schutz der Anonymität, den das Internet bietet, entzogen werde. Dies sei oftmals nur durch Aussagen von Informanten aus der Szene möglich. "Aber dort, wo auch den Behörden eine Aufklärung nicht gelingt, ist die Politik gefragt, als ultima ratio den Internet Service Providern den klaren Auftrag zu erteilen, die Anonymität von Rechtsverletzern aufzuheben und anonym betriebene illegale Seiten unerreichbar zu machen."
Verweis: DCN-Studie zum Download
