Großer Download-Server-Ring für Raubkopien gesprengt
Ausgehend von Ermittlungen der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen), der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Bayern, der Kripo Coburg, der Staatsanwaltschaften Arnsberg und Hof sowie der Kriminalpolizei Meschede wurden am Donnerstag (1.12.05) in Coburg fünf illegale Internet-Download-Server vom Netz genommen, auf denen insgesamt mehr als 6 Terabyte Filme und Computerspiele zur Verfügung standen (6 TB entsprechen abhängig vom Format ca. 3500 - 7000 Filmen). Mit diesem Schlag gegen so genannte Pay-Server knüpft die GVU an ihren Erfolg der Ermittlung des weltweit größten illegalen Downloadservices "FTP-Welt" an (vgl. Pressemitteilung vom 16.09.2004 auf www.gvu.de).
Nach monatelangen Recherchen wurden die Server von Spezialisten der Kripo Coburg und des Landeskriminalamtes Bayern sichergestellt. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei hatten mit sachverständiger Unterstützung der GVU die Firmenräume eines IT-Unternehmens in Coburg durchsucht. Die Server mit klangvollen Namen wie "Temptation" oder "Paradise Island" dienten einem Kreis von über 1000 Personen als ständig verfügbare und sehr schnelle Plattform, um gegen Bezahlung Raubkopien von Kinofilmen und Games illegal aus dem Internet herunterladen und weiter verbreiten zu können. Zurzeit werden Nachfolgedurchsuchungen bei den durch die Serverbeschlagnahmen bekannt gewordenen Betreibern in Berlin, Bremen, Deggendorf und der Schweiz durchgeführt. Zeitgleich durchsucht wurden die Privaträume eines geständigen 26-jährigen Mannes in Brilon. Sichergestellt wurde ein PC, der mit dem Rechenzentrum in Coburg in Verbindung stand und dort einen so genannten Torrenttracker steuerte. Dieser Server wurde ein Jahr betrieben - in diesem Zeitraum wurden beachtliche 130 TB an Daten hochgeladen. Der 26-Jährige gab an, über 1200 "Kunden" zu versorgen.
In "Szenekreisen" galt die nun vom Netz genommene Adresse als Top-Server. Auf solchen Top-Servern, von denen in Europa ca. 50 existieren, werden sehr schnell nach oder sogar noch vor der legalen Markteinführung eine große Anzahl von Spielen, Filmen und Musiktiteln in guter Qualität von "Szenenmitgliedern" bereitgestellt. Die "Szene", die für die illegale Erstveröffentlichung von Entertainmentprodukten verantwortlich ist, schätzt die GVU insgesamt auf ca. 300 Personen in Deutschland.
Zugang zu den jetzt sichergestellten Servern konnte nur derjenige erhalten, der sich in der illegalen Szene einen gewissen Ruf erarbeitet hatte und Referenzen oder Empfehlungen eines Dritten, ebenfalls Szeneangehörigen, vorweisen konnte. Die Server selbst waren durch umfangreiche Schutzmaßnahmen vor einem "unbefugten Zugriff" sowohl durch nicht erwünschte User als auch durch die Strafverfolgungsbehörden abgeschottet. So wurden z.B. regelmäßig die IP-Adressen der Server gewechselt und deren Zugangsdaten geändert.
Die User bzw. Kunden auf diesen Servern mussten zwischen 30 und 140 € im Monat bezahlen. Dafür konnten sie Datenmengen im Gigabyte-Bereich auf die eigenen Rechner zu Hause oder auf eigene Server im Internet herunterladen. So gelangte eine bis zur Analyse der Computer und ggf. Kontounterlagen noch nicht zu quantifizierende Menge der neuesten Kinofilm- und Software-Raubkopien aus dem Internet an bezahlende Kunden, die ihrerseits regen Handel mit den Raubkopien betrieben und so zur massenhaften Verbreitung wohl auch über nationale Grenzen hinweg beitrugen. Mit den Servern ist eine der großen entgeltlichen Veröffentlichungsplattformen und somit eine wichtige Quellen für Raubkopien versiegt.
Die sichergestellten Server werden nun durch Spezialisten ausgewertet. Erst danach kann man eine Schätzung des Schadens vornehmen. Die Serverinhaber und ihre Kunden auf den Servern müssen mit Verfahren wegen Verstößen gegen das Urheberrechtsgesetz und Strafen von bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug rechnen. "Aber auch die Betreiber und Bereitsteller der noch aktiven illegalen Server sollten sich nicht sicher fühlen", sagt Jochen Tielke, Geschäftsführer der GVU. "Wir lassen nicht locker. Sowohl die Analyse der sichergestellten Server wie auch andere laufenden Ermittlungen werden in Zukunft zu weiteren Durchsuchungen führen."
Nach monatelangen Recherchen wurden die Server von Spezialisten der Kripo Coburg und des Landeskriminalamtes Bayern sichergestellt. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei hatten mit sachverständiger Unterstützung der GVU die Firmenräume eines IT-Unternehmens in Coburg durchsucht. Die Server mit klangvollen Namen wie "Temptation" oder "Paradise Island" dienten einem Kreis von über 1000 Personen als ständig verfügbare und sehr schnelle Plattform, um gegen Bezahlung Raubkopien von Kinofilmen und Games illegal aus dem Internet herunterladen und weiter verbreiten zu können. Zurzeit werden Nachfolgedurchsuchungen bei den durch die Serverbeschlagnahmen bekannt gewordenen Betreibern in Berlin, Bremen, Deggendorf und der Schweiz durchgeführt. Zeitgleich durchsucht wurden die Privaträume eines geständigen 26-jährigen Mannes in Brilon. Sichergestellt wurde ein PC, der mit dem Rechenzentrum in Coburg in Verbindung stand und dort einen so genannten Torrenttracker steuerte. Dieser Server wurde ein Jahr betrieben - in diesem Zeitraum wurden beachtliche 130 TB an Daten hochgeladen. Der 26-Jährige gab an, über 1200 "Kunden" zu versorgen.
In "Szenekreisen" galt die nun vom Netz genommene Adresse als Top-Server. Auf solchen Top-Servern, von denen in Europa ca. 50 existieren, werden sehr schnell nach oder sogar noch vor der legalen Markteinführung eine große Anzahl von Spielen, Filmen und Musiktiteln in guter Qualität von "Szenenmitgliedern" bereitgestellt. Die "Szene", die für die illegale Erstveröffentlichung von Entertainmentprodukten verantwortlich ist, schätzt die GVU insgesamt auf ca. 300 Personen in Deutschland.
Zugang zu den jetzt sichergestellten Servern konnte nur derjenige erhalten, der sich in der illegalen Szene einen gewissen Ruf erarbeitet hatte und Referenzen oder Empfehlungen eines Dritten, ebenfalls Szeneangehörigen, vorweisen konnte. Die Server selbst waren durch umfangreiche Schutzmaßnahmen vor einem "unbefugten Zugriff" sowohl durch nicht erwünschte User als auch durch die Strafverfolgungsbehörden abgeschottet. So wurden z.B. regelmäßig die IP-Adressen der Server gewechselt und deren Zugangsdaten geändert.
Die User bzw. Kunden auf diesen Servern mussten zwischen 30 und 140 € im Monat bezahlen. Dafür konnten sie Datenmengen im Gigabyte-Bereich auf die eigenen Rechner zu Hause oder auf eigene Server im Internet herunterladen. So gelangte eine bis zur Analyse der Computer und ggf. Kontounterlagen noch nicht zu quantifizierende Menge der neuesten Kinofilm- und Software-Raubkopien aus dem Internet an bezahlende Kunden, die ihrerseits regen Handel mit den Raubkopien betrieben und so zur massenhaften Verbreitung wohl auch über nationale Grenzen hinweg beitrugen. Mit den Servern ist eine der großen entgeltlichen Veröffentlichungsplattformen und somit eine wichtige Quellen für Raubkopien versiegt.
Die sichergestellten Server werden nun durch Spezialisten ausgewertet. Erst danach kann man eine Schätzung des Schadens vornehmen. Die Serverinhaber und ihre Kunden auf den Servern müssen mit Verfahren wegen Verstößen gegen das Urheberrechtsgesetz und Strafen von bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug rechnen. "Aber auch die Betreiber und Bereitsteller der noch aktiven illegalen Server sollten sich nicht sicher fühlen", sagt Jochen Tielke, Geschäftsführer der GVU. "Wir lassen nicht locker. Sowohl die Analyse der sichergestellten Server wie auch andere laufenden Ermittlungen werden in Zukunft zu weiteren Durchsuchungen führen."
Verweis: www.gvu.de



