"FTP-WELT" - WELTWEIT GRÖßTER FALL ILLEGALER KOMMERZIELLER DOWNLOADS AUFGEDECKT
Vier Männer in Haft - Schaden in zweistelliger Millionenhöhe - 45.000 zahlende Kunden
Vier Männer in Haft - Schaden in zweistelliger Millionenhöhe - 45.000 zahlende Kunden
[Hamburg/ Thüringen/Niedersachsen/Bayern] Auf der Internetseite www.ftp-welt.com wurden seit über einem Jahr Raubkopien von Kinofilmen, Computerspielen, Softwareprodukten und Audiotiteln zum Download angeboten. Diese Seite war der mit Abstand wichtigste und bekannteste kommerzielle Download-Service im deutschsprachigen Raum. Die Interessenten mussten sich anmelden und ein Mitglieds-Abo bzw. Download-Paket kaufen. Anschließend erhielten sie ein Passwort, mit dem Downloads über verschiedene Server, die außerhalb Deutschlands eingerichtet waren, durchgeführt werden konnte. Für eine monatliche Flatrate von 135€ war es für jeden möglich, sich vollständig mit den aktuellsten Titeln zu versorgen. Bezahlt wurde diskret per Kreditkarte, Online-Banking oder über die Telefonrechnung.
Am Donnerstag (16.09.2004) fanden acht Durchsuchungen in Thüringen, Niedersachsen und Bayern statt. Das zuständige Amtsgericht in Mühlhausen erließ gegen alle vier Hauptbeschuldigten Haftbefehle. Inzwischen wird neben der Verbreitung von Raubkopien auch wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt.
Die Täter vertrieben über die Internetseite www.ftp-welt.com im Zeitraum Juni 2003 bis September 2004 an über 45.000 Abnehmer ihre Raubkopien. Dadurch wurden Einkünfte in Höhe von ungefähr einer Million Euro erzielt. Der den Rechteinhabern entstandene Schaden liegt vermutlich im zweistelligen Millionenbereich.
Gründer des Internet-Dienstes sollen die Brüder Daniel (20) und Thomas R. (30) aus Thüringen sein. Von Beginn an soll der Rechtsanwalt Bernhard S. (46) beteiligt gewesen sein. Er ist Mitinhaber einer bekannten Kanzlei in München und war offensichtlich für die die Aufgabenbereiche "Rechtliches", "Buchhaltung" und "Finanzen" zuständig. Weiterhin soll der 19-jährige Martin E. maßgeblich bei der technischen Betreuung des Internet-Dienstes mitgewirkt haben.
Ihre Expertenkenntnisse ermöglichten es der GVU, bereits nach vier Wochen Ermittlungsarbeit im August 2003 Strafanzeige zu erstatten und Beweismaterial an die Ermittlungsbehörden zu übergeben. Die GVU unterstützte dann bis zur heutigen Durchsuchung die Ermittlungsbehörden mit weiterem umfangreichem Beweismaterial und relevanten Szene-Kenntnissen. Erschwert wurden die Ermittlungen durch einen hohen Grad an Konspiration. Die Beschuldigten kommunizierten nahezu ausschließlich über das Internet miteinander, verwendeten Alias-Namen, gründeten unter Pseudonymen Firmen im Ausland und wählten ihren Firmensitz auf British Virgin Islands.
Seit Juli 2004 führte die Staatsanwaltschaft Mühlhausen die Ermittlungen. Diese sind auch im Hinblick auf Folgeverfahren noch nicht vollständig abgeschlossen.
PRESSEKONFERENZ
Am Freitag, 17.09.2004 findet um 11.00 Uhr eine Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Mühlhausen im Landgericht Mühlhausen (Thüringen), Schillerweg 59 unter Teilnahme des Landeskriminalamtes Thüringen, der Kriminalpolizei Wolfenbüttel und der GVU-Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen statt.
Am Donnerstag (16.09.2004) fanden acht Durchsuchungen in Thüringen, Niedersachsen und Bayern statt. Das zuständige Amtsgericht in Mühlhausen erließ gegen alle vier Hauptbeschuldigten Haftbefehle. Inzwischen wird neben der Verbreitung von Raubkopien auch wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt.
Die Täter vertrieben über die Internetseite www.ftp-welt.com im Zeitraum Juni 2003 bis September 2004 an über 45.000 Abnehmer ihre Raubkopien. Dadurch wurden Einkünfte in Höhe von ungefähr einer Million Euro erzielt. Der den Rechteinhabern entstandene Schaden liegt vermutlich im zweistelligen Millionenbereich.
Gründer des Internet-Dienstes sollen die Brüder Daniel (20) und Thomas R. (30) aus Thüringen sein. Von Beginn an soll der Rechtsanwalt Bernhard S. (46) beteiligt gewesen sein. Er ist Mitinhaber einer bekannten Kanzlei in München und war offensichtlich für die die Aufgabenbereiche "Rechtliches", "Buchhaltung" und "Finanzen" zuständig. Weiterhin soll der 19-jährige Martin E. maßgeblich bei der technischen Betreuung des Internet-Dienstes mitgewirkt haben.
Ihre Expertenkenntnisse ermöglichten es der GVU, bereits nach vier Wochen Ermittlungsarbeit im August 2003 Strafanzeige zu erstatten und Beweismaterial an die Ermittlungsbehörden zu übergeben. Die GVU unterstützte dann bis zur heutigen Durchsuchung die Ermittlungsbehörden mit weiterem umfangreichem Beweismaterial und relevanten Szene-Kenntnissen. Erschwert wurden die Ermittlungen durch einen hohen Grad an Konspiration. Die Beschuldigten kommunizierten nahezu ausschließlich über das Internet miteinander, verwendeten Alias-Namen, gründeten unter Pseudonymen Firmen im Ausland und wählten ihren Firmensitz auf British Virgin Islands.
Seit Juli 2004 führte die Staatsanwaltschaft Mühlhausen die Ermittlungen. Diese sind auch im Hinblick auf Folgeverfahren noch nicht vollständig abgeschlossen.
PRESSEKONFERENZ
Am Freitag, 17.09.2004 findet um 11.00 Uhr eine Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Mühlhausen im Landgericht Mühlhausen (Thüringen), Schillerweg 59 unter Teilnahme des Landeskriminalamtes Thüringen, der Kriminalpolizei Wolfenbüttel und der GVU-Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen statt.



